Wissenswertes:
Krümelmonster - Die Sache mit den Cookies

Cookies sind lästig! Nicht nur, dass sie mich ständig beim Surfen stören, sie hinterlassen auch eine digitale Spur im Netz. Der gläserne Internet-Surfer ist längst Realität. 

 

Was sind eigentlich Cookies und wie kann man sich dagegen schützen? 

Zunächst einmal sind Cookies kleine ASCII-Textdateien, die durch die HTML-Datei der von uns aufgerufenen Web-Site generiert werden. Sie sind aber auch ein kleines Stückchen Information, die der von uns verwendete Web-Browser im Auftrag eines Web-Servers zunächst im Speicher unseres Rechners festhält und beim Verlassen des Browsers in eine Datei schreibt. Bei jedem neuen Verbindungsaufbau mit diesem Web-Server sendet unser Browser nun die gespeicherte Information an den Server zurück. 

Ursprünglich wurden Cookies erfunden, um Web-Sites individuell den Bedürfnissen der einzelnen Besucher anzupassen und somit das Surfen zu erleichtern, denn bei einem wiederholten Besuch einer Web-Site kann wieder auf alte Daten zugegriffen werden. Der Besucher der Web-Site eines Online-Versandes zum Beispiel muss nicht erneut seine Kundennummer eingeben - das spart Mühe und Online-Zeit. 

Umgekehrt werden Cookies aber auch als Spione eingesetzt, um einiges über das Nutzungsverhalten der User, deren Interessen, Vorlieben und Neigungen, zu erfahren. Für die Marketing-Experten eines Versandhandels ist es zum Beispiel wichtig zu erfahren, ob der Besucher ihrer Web-Sites mehr an Mode oder Elektrogeräten interessiert bin. 

Cookies dienen aber auch der Sicherheit, zum Beispiel beim Online Banking. Beim Einloggen wird ein Cookie auf der Festplatte gespeichert und jede aufgerufene Seite überprüft nun, ob dieses Cookie vorhanden ist. Beim Schließen des Browsers wird es gelöscht und verhindert so den Missbrauch des Online Banking. 

Cookies abwehren 
Der User selbst kann darüber entscheiden, ob er Cookies gestatten will oder nicht. Sowohl Netscape Communicator als auch Internet Explorer bieten die Möglichkeit, sich Warnmeldungen für Cookies anzeigen zu lassen. Sobald eine Web-Site versucht, ein Cookie zu speichern, wird der Besucher informiert. 

Beim Netscape Communicator 4.0 lassen sich die Cookies im Einstellungsmenue unter "Bearbeiten - Einstellungen" ausschalten. Klicken Sie dazu in den "Einstellungen" auf der linken Seite auf "Erweitert". Im rechten Abschnitt kreuzen Sie dann die entsprechenden Einstellungen an. 

Beim Internet-Explorer finden Sie die entsprechende Einstellung unter "Extras - Internetoptionen - Sicherheit". Im Gegensatz zum Netscape Communicator lässt sich beim Internet Explorer die Warnfunktion nicht generell einstellen, sondern nur nach Sicherheitszone. Die Stufe "Hoch" verhindert jeglichen Versuch, Cookies zu speichern. Wählen Sie über die Zone "Internet" die Sicherheitsstufe "Mittel", "Stufe anpassen" und aktivieren Sie im Abschnitt "Cookies" immer "Eingabeaufforderung". 

Löschen der Daten 
Daneben hat der Anwender aber auch die Möglichkeit, seine Datenspur auf seinem eigenen Rechner zu löschen. Es geht schnell, man muss nur daran denken: Die Dateien, die durch das Surfen auf unserem Computer entstehen, sollten regelmäßig, am besten täglich, gelöscht werden. Es handelt sich dabei um alles, was im Ordner Windows / Temporary Internet Files steht. Auch im Ordner Windows / Verlauf kann alles gelöscht werden. Am einfachsten geht das im Internet Explorer über Extras / Internetoptionen. Dort löschen Sie die Temporären Internet-Dateien, leeren den Verlauf und stellen die Tage, die der Verlauf aufbewahrt werden soll, auf "2 Tage". 

Eine sichere Verbindung wählen 
Eine "sichere Verbindung" ist eine Verbindung, die über einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel codiert wurde. Sie ist daher für Unbefugte nicht zu erkennen. Bietet ein Server die sichere Verbindung an, so sollte man sie auf jeden Fall wählen. 

Einen sicheren Server /  Proxy wählen 
Grundsätzlich kann man auch über einen sicheren Server oder Proxy ins Internet gehen. Diesen Service bietet der Anonymizer an. Über diesen Einstieg wird die eigene URL verschlüsselt und man wird dann weiterverbunden. Jeder ISP (=Internet Service Provider) oder Proxy-Server ist in der Lage, die Bewegungen der Nutzer im Internet zu speichern und daraus ein Nutzerprofil zu erstellen. Die Verschlüsselung der eigenen URL unterbindet dies. Der Anonymizer-Server empfängt die gewünschte Seite aus dem Internet, verschlüsselt die Links auf dieser Seite und schickt sie dann erst weiter zum Benutzer. Allerdings ist sie dann auch nur noch über den Anonymizer-Server zu entschlüsseln. Das bedeutet, dass man verschlüsselt auch nur noch über Anonymizer-Server im Netz surfen kann. Wer sich genauer über die Arbeitsweise des Anonymizer informieren möchte, dem sei der Link auf die Anonymizer-Seite empfohlen.


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